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Aktuelles
Simon Blondeel holt Bronze in Kopenhagen Drucken E-Mail
Geschrieben von Lukas Blondeel   
23.05.2016

Am vergangenen Donnerstag flog Simon Blondeel mit seinem Vater Fabian zur U21 Europameisterschaft Freie Partie nach Kopenhagen, wo im  Grøndal  Multicenter gespielt wurde.
Insgesamt neun Spieler aus sieben Ländern standen sich gegenüber. Der in Deutschland spielende Ferry Jong sagte kurz vor Beginn des Turnieres ab.
Dietmar Schintgen vom europäischen Billardverband lies trotzdem in 2 Gruppen antreten.
Aus Bochumer Sicht gab es zwei Sportler, die man besonders beobachtete. Denn neben dem Youngster Simon Blondeel, der in Gruppe A antrat, stand vor allem der Titelverteidiger und Starspieler des DBC Bochum Sam van Etten im Blickfeld. Dass es zu diesem Aufeinandertreffen im Halbfinale kommen würde, hatte man bis dahin nicht für möglich gehalten.
Noch zu Beginn galt Simon als Aussenseiter. Mit 16 Jahren war er mit Abstand der jüngste Teilnehmer des Turnieres.
Das erste Spiel gewann Simon gegen den späteren tschechischen Finalisten Ondreij Hosek 250:217 in 13 Aufnahmen. „Simon hat taktisch sehr clever gespielt und mit 2 großen Serien die Partie nach Hause gebracht“, beschrieb Vater Fabian die erste Partie des Tages.
Im folgenden Spiel gegen den Luxemburger Maxime Schreiner ging Simon somit als Favorit an den Tisch. Simon fing hervorragend an, scheiterte jedoch an den eigenen Nerven und wirkte später bei einigen Schlüsselpositionen eher verkrampft und unkonzentriert. Ungefährdet blieb jedoch trotzdem sein Sieg und so konnte er auch dieses Spiel 250:97 in 13 Aufnahmen gewinnen. Somit stand Simon am Abend auf Platz eins seiner Gruppe und stand am folgenden Tag einem der Favoriten, Pierre Martory, aus Frankreich gegenüber.
Diese Partie verlor er in einer Aufnahme 300:0. Weil Simon gegen seinen französischen Konkurrenten bisher noch nicht verloren hatte, tat dies besonders weh. „Ich weiss, dass Pierre einer der besten Techniker des Turniers ist, deshalb muss ich die Partie abhaken und mich jetzt ganz auf das Viertelfinale konzentrieren“, antworte er später auf die Frage, wie er sich nun fühle.
Das Viertelfinale gegen Jim van de Zalm aus den Niederlanden wurde dann die Sensation, die aus Bochumer Kreisen wahrlich nicht jeder erwartet hatte. Fünf Aufnahmen waren es am Ende, die Simon seinem Gegner gab und das Spiel 300:252 gewann. Dazu kam eine grandiose 230er Serie. „Das Spiel war der absolute Hammer. Ich bin überglücklich.“
Doch Simons Halbfinalgegner war niemand anders als Sam van Etten. Dieser hatte bis dato einen Generaldurchschnitt von 150 gespielt. „Er ist einer der besten Spieler der Welt und nicht nur im Juniorenbereich“, wusste Simon einzuschätzen.
Dass zwischen den beiden noch ein Unterschied liegt, sah man dann im Halbfinale. Simon bekam die Möglichkeit in der zweiten Aufnahme die Bälle kontrolliert zu spielen, lieferte sich allerdings einen Patzer, den er teuer zu stehen bekam. Sam nutzte die Möglichkeit und gewann die Partie klar und deutlich 300:2.
Doch trotz der Enttäuschung die Chance nicht genutzt zu haben, konnte Simon sich über eine Bronzemedaille in der U21 freuen.
Sam musste im Finale gegen den Tschechen Ondreij Hosek ran.
Das dort zwei Spitzenspieler aufeinander trafen war schnell zu erkennen. So trennten sich beide erst 300:300.
Nach 2 Verängerungen musste sich Sam 2:0 geschlagen geben.
Dennoch bleiben 2 Medaillen des Turniers in Bochumer Hand.

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Wolfgang Kuhnke ist Deutscher Meister Drucken E-Mail
Geschrieben von Fabian Blondeel   
08.05.2016
Am vergangenen Wochenende wurden die Deutschen Senioren Meisterschaften im Cadre 35/2 in Kassel ausgetragen.
Insgesamt 12 Senioren in drei Vierergruppen traten gegeneinander an und spielten um den Titel.
Wolfgang Kuhnke, am Samstag gerade 76 Jahre alt geworden, setzte sich in der Vorrunde gegen seine drei Kontrahenten ohne Schwierigkeiten mit einem Generaldurchschnitt von 14,06 durch.
Im anschließenden Viertelfinale gewann er 200:149 in 10 Aufnahmen gegen Gerd Kellermann vom SV Friedrichsfeld.
Nachdem er auch das erneute Aufeinandertreffen mit Heinz Sommer 200:142 in 12 Aufnahmen gewann, erreichte er das Finale gegen den Osterather Heribert Leufgen.
Auch hier konnte Kuhnke überzeugen und gewann das Finale ohne Schwierigkeiten 198:112 in 15 Aufnahmem.
Wir gratulieren ihm zu diesem tollen Erfolg recht herzlich
!
Letzte Aktualisierung ( 08.05.2016 )
 
Wieder kein internationaler Titel Drucken E-Mail
Geschrieben von Eberhard Franken   
28.04.2016

National ist Billard-Bundesligist DBC Bochum eine Institution: Kampfkraft, Einsatzwillen und Erfolg stimmen seit Jahrzehnten. Nicht weniger als 26 Deutsche Meistertitel sammelten die Billard-Asse in dieser Zeit. International allerdings will sich im Mannschaftswettbewerb der klassischen Karambolage-Disziplinen der ersehnte Erfolg einfach nicht einstellen. Bei der Europameisterschaft der Classic-Teams in Prag schieden die sieggewohnten Bochumer bereits in der Vorrunde aus.

Zwar gelang es den Bochumern tatsächlich, die Rekordmeister und Mitfavoriten vom niederländischen Team Etikon erneut zu schlagen, eine deftige 0:6-Niederlage gegen die Asse aus dem französischen Chartres besiegelte dann aber das Aus. „Unser Hoffnungsträger Sam van Etten, „so der neue Geschäftsführer Günter Ulrich, „blieb in allen Partien unter seinen Möglichkeiten.“

In der Begegnung mit Etikon unterlag van Etten (Cadre 47/2) dem Ex-DBC-Spieler Henri Tilleman mit 37:250 in drei Aufnahmen. Thomas Nockemann schlug seinen „Lieblingsgegner“ Patrick Niessen in seiner Lieblingsdisziplin Cadre 71/2 knapp mit 200:184/4. Ludger Havlik spielte gegen die „Einband-Riesen“ Jean-Paul de Bruijn eine Superpartie und gewann 120:95/10. „Nun hing unser Weitkommen vom Ergebnis gegen Chartres ab“, bilanziert Ulrich.

Relativ knapp war es zwischen Sam van Etten und Willy Gèrimont (185:250/8). Die Teamkollegen Nockemann und Xavier Gretillat, vor Wochen noch gemeinsam Deutscher Meister bekämpften sich hart beim 178:200/4. Was blieb waren zwei Bochumer Niederlagen. Und auch Ludger Havlik konnte nicht an seine Klasseleistung aus dem ersten Spiel anknüpfen: Er unterlag Jackie Justice mit 55:120/18 und die 0:6-Katastrophe war perfekt.

„Uns bleibt immerhin der winzige Trost“, so Günter Ulrich, „dass wir dem späteren Finalisten Chartres unterlegen war.“ Den Titel holten sich erneut die Billardasse von Vitkov Prag. Das nächste Finale findet also wieder an der Moldau statt. „Vielleicht sind wir dabei. Und vielleicht klappt es dann.“

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DBC Bochum im internationalen Einsatz Drucken E-Mail
Geschrieben von Paul Kimmeskamp   
12.04.2016

Coupe d’Europe Mehrkampf

Nach dem erneuten Gewinn der DM geht es für die Billardcracks vom DBC Bochum weiter auf internationaler Ebene mit dem Coupe d’Europe Mehrkampf vom 22.-24. April in Prag/CZ, für den sich das Team letzten Monat in Barcelona qualifiziert hatte.  Ferner kämpfen der letztjährige Titelträger Vitkov Prag, der holländische Rekordsieger Etikon aus Rosmalen sowie drei Französische Teams um den EM-Titel, den der DBC Bochum bisher noch nie gewinnen konnte.

Gespielt wird mit 3 Spielern in den Disziplinen Cadre 47/2, Cadre 71/2 und Einband. In der DBC-Gruppe ist Etikon und Chartres vertreten.  In der anderen Gruppe spielen neben dem gesetzten Titelverteidiger aus Prag die französischen Teams aus Andernos  und Ronchin. Nach Abschluss der Gruppenspiele ziehen die beiden Erstplatzierten jeder Gruppe ins Halbfinale ein. 

Der DBC Bochum tritt mit der gleichen Aufstellung wie im letzten Jahr an, als man Vize-Europameister wurde; also mit Thomas Nockemann, Ludger Havlik und Sam van Etten. Ob der Deutsche Meister eine ähnliche Rolle spielen kann wie zuletzt, als man den Topfavoriten Etikon im Halbfinale ausschaltete (und anschließend im Finale gegen Prag verlor), bleibt abzuwarten. Der DBC Bochum muss am Eröffnungstag gleich gegen die starken Holländer antreten, die mit Niessen, de Bruijn und Tilleman mehrfache Einzel-Europameister in ihren Reihen haben. Falls Bochum unterliegen sollte, dann muss am Samstag Chartres besiegt werden, um das Halbfinale am Sonntagmorgen doch noch zu erreichen. Das Finale ist für Sonntagnachmittag angesetzt.

Der DBC-Tross fliegt schon am Donnerstag nach Prag, da sich die Spieler bereits Freitag vor der EM-Eröffnung einspielen können. Preiswert ist der internationale Einsatz für den DBC Bochum nicht. Doch durch das Sponsoring der Stadtwerke Bochum ist die Teilnahme am Coupe d’Europe – natürlich auch in der Bundesliga – überhaupt erst möglich.

 

Simon Blondeel  bei der Jugend-EM U17 in Belgien

Zur gleichen Zeit wie die BL-Mannschaft ist auch der 16-jährige Simon Blondeel bei der Europameisterschaft der Jugend im Einsatz. Als letztjähriger Deutscher Meister im Dreiband vertritt er die Deutsche Billard-Union bei der Jugend-EM U17 im belgischen Leuven, wo 12 Jugendliche aus 7 Ländern um den Dreibandtitel kämpfen. Trainer und Vater Fabian Blondeel wird seinen Sprössling begleiten und beraten.

Letzte Aktualisierung ( 12.04.2016 )
 
Herzschlag-Finale folgt Meisterfeier Drucken E-Mail
Geschrieben von Eberhard Franken   
05.04.2016

Das war ein Finale zum Nägelkauen und für Herzrhythmusstörungen. 6:2 besiegte am Ende der DBC Bochum den alten und neuen Vizemeister ABC Merklinde und sicherte sich mit diesem Sieg am letzten Spieltag der Play-off-Runde den 26. Meistertitel der Vereinsgeschichte. „Ja, es ist auch in früheren Jahren schon einmal knapp gewesen“, gab der sichtlich angegriffene DBC-Geschäftsführer Paul Kimmeskamp zu, „aber diesmal war es wirklich richtig eng.“

DBC Bochum – ABC Merklinde 6:2
Freie Partie:  van Etten – Pöther 300:16/2
Einband:  Havlik – Dömer 98:100/11
Cadre 47/2: Gretillat – de Jong  200:97/8
Cadre 71/2: Nockemann – Faus 150:59/4

Es war sogar so eng, dass einige Fans des gepflegten und seit Jahrzehnten dominanten Bochumer Billardsports mit einer Niederlage schon ihren Frieden gemacht hatten. „Wer 25 Mal Deutscher Meister war“, so hatte DBC-Urgestein Günter Ulrich schon früh gesagt, „der muss sich nichts mehr beweisen.“ Ein Sieg des DBC – und kein anderes Resultat hatte zum Titel gereicht - schien zu diesem Zeitpunkt unwahrscheinlich. Eine Dame aus dem Merklinder Fan-Block hatte bereits Sekt geordert.

Bochums Sam van Etten hatte Christian Pöther in der Freien Partie klar besiegt, aber Ludger Havlik hatte seine Einbandpartie gegen Markus Dömer „auf den letzten Metern“ denkbar knapp verloren. Auf den Cadre-Partien ruhten nun die Hoffnungen der Kontrahenten.  Während Thomas Nockemann gegen den tschechischen Klassemann Marek Faus kein Zittern zuließ, sorgte Edel-Reservist Xavier Gretillat bei den DBC-Fans zunächst für tiefe Sorgenfalten: Er fand lange sieben Aufnahmen einfach nicht richtig ins Spiel, während sein junger holländischer Gegner Ferry de Jong die ersten Points des Schweizers locker konterte.

„Super, wie Xavier sich dann ins Spiel regelrecht hineingebissen hat“, lobte Helmut Biermann, der Vorsitzende des Billardverbandes NRW. „Wir brauchen solche spannenden Spiele. Das ist die beste Werbung für unseren Sport.“ Die Fans zählten inzwischen (ganz leise) herunter, wie viele Points Gretillat für den Sieg noch erzielen musste. Und auch Michael John, den Präsidenten der Deutschen Billard Union, packte die Spannung bei seinem ersten Auftritt im Billardzentrum Am Holtkamp.

Mit seinem hart erkämpften Sieg machte Gretillat schließlich den 26. Titel für den DBC perfekt und Paul Camen, Cousin des langjährigen DBC-Vorsitzenden Karl-Heinz Sonneborn, fasste in einfache Worte, was die Bochumer Fans fühlten. „Das war ganz einfach“, so sagte 83jährige, „echter Balsam für die Seele.“

Johannes Stappert, Taxifahrer im Ruhestand, brachte den Meistermacher aus Lausanne schließlich zum Hauptbahnhof. „Xavier hat mir übrigens gesagt“, erzählte er nach seiner Rückkehr lachend, „dass er auch 2017 gerne wieder mit dem DBC Bochumer Meister werden möchte.“

BF Königshof - DBC Bochum 4:4
Freie Partie:  Woidowski - Berger 300:148/16
Einband:  Matuszak – Havlik 73:100/14
Cadre 47/2: Niessen - Gretillat 200:62/2
Cadre 71/2: Roosens - Nockemann 25:150/5

Vor dem finalen Play-off-Wochenende hatten die Chancen für alle vier beteiligten Teams nicht schlecht gestanden. Das Remis des DBC in Königshof konnte den Bochumern nicht als Beruhigung dienen. „Wir hatten einen Sieg eingeplant“, so Paul Kimmeskamp. „Dann wäre es am Sonntag gegen Merklinde viel einfacher geworden.“ Das aber sollte nicht sein: Die Krefelder behielten einen Punkt – und am Ende auch die Bronzemedaille - für sich und steigerten damit die Spannung in Bochum bis zum Anschlag.

In Oberursel holte der TuS Kaltehardt in der Platzierungsrunde ein Remis. Mehr als eine Punkteteilung gelang dort am Sonntag auch der „Zweiten“ des DBC Bochum nicht. Zum Abschluss der Saison gab es dann für den TuS am Sonntag auf eigenen Tischen noch eine deftige 0:8-Niederlage gegen BSF Goch und die Platzierung auf Rang 9  - noch vor dem Team aus Oberursel. DBC II belegte in der Gesamttabelle nach Abschluss der Platzierungsrunde Rang 7.

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